Zurück

Häufig gestellte Fragen

Wir möchten Sie nicht mit einem Fragezeichen zurücklassen. Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Datenanalyse und deren Verwendung.

Welche Daten verwendet Telefónica Deutschland für Produkte im Bereich Advanced Data Analytics?

Wir verwenden entweder personenbezogene Daten, in deren Verwendung der Kunde vorab transparent informiert wird und deren Verwendung er aktiv zustimmt, oder wir arbeiten mit anonymisierten Daten, die keine Rückschlüsse auf den einzelnen Kunden erlauben.

Personenbezogene Daten

Ein Beispiel für ein bereits existierendes Produkt ist „o2 More Local“. Hier werden Standortdaten und soziodemographische Daten genutzt, um Kunden passgenaue Angebote von Partnern zu übermitteln. Der Service verwendet dafür z.B. Alter, Geschlecht und Standort. Der Kunde kann „o2 More Local“ jederzeit buchen oder auch wieder kündigen, wobei auf die transparente Information des Kunden und die vorherige, ausdrückliche Einwilligung geachtet wird.

Anonymisierte Daten

Ferner zieht Telefónica Deutschland auch Erkenntnisse aus der Analyse großer, anonymisierter Datenmengen. Hier ist die Masse entscheidend, denn nur durch die Vielzahl an Daten sind statistisch relevante Aussagen möglich.

Als größter Mobilfunkanbieter Deutschlands mit mehr als 43 Millionen Kunden liegt uns durch unsere normalen Geschäftsprozesse eine große Menge an Daten vor. Die Daten entstehen automatisch, wenn Mobilfunkgeräte beim Telefonieren, Surfen oder SMS-Schreiben mit unseren Mobilfunkzellen kommunizieren. Gleichzeitig verfügen wir über soziodemographische Daten unserer Kunden wie Alter und Geschlecht; diese können wir in den großen, anonymisierten Datenpool aufnehmen.

Die Kundendaten sind dabei vollständig geschützt. Telefónica Deutschland anonymisiert die verwendeten Daten über ein dreistufiges Verfahren und entfernt jeglichen Personenbezug.

Wichtig dabei: Die zugrundeliegenden Daten verlassen unser Haus nicht. Es werden lediglich aggregierte, anonymisierte Erkenntnisse den ausgewählten Partnern zur Verfügung gestellt.

Werden für die anonymisierte Datenanalyse jetzt mehr Daten erhoben als früher?

Nein, im regulären Geschäftsbetrieb fällt bereits eine große Menge an Daten an, die anonymisiert verwendet werden kann. Eine gesonderte oder weitergehende Erhebung personenbezogener Daten erfolgt nicht.

Was bedeutet DAP?

Millionen Kunden vertrauen jeden Tag auf unsere Kommunikationsnetze. Der Schutz und die Sicherheit ihrer Daten haben deshalb höchste Priorität. Mit der Data Anonymization Platform (DAP) hat Telefónica Deutschland ein Verfahren entwickelt, mit dem die Daten über ein dreistufiges Verfahren verlässlich anonymisiert werden. Die DAP wurde in enger Abstimmung mit der Bundesdatenschutzbehörde entwickelt.

Was machen Sie mit den anonymisierten Daten? Welche Erkenntnisse wollen Sie daraus ziehen? Gibt es schon konkrete Produkte?

Wir analysieren die Daten, um neue Lösungen für alle Bereiche unseres Lebens zu finden – von Mobilität und Gesundheit über den privaten Konsum bis zur öffentlichen Verwaltung.

Ein Beispiel für ein Produkt, das anonymisierte und aggregierte Daten verwendet, ist „Mobility Insights“. Das Produkt liefert anonymisierte Analysen, d.h. Einblicke in das aggregierte Bewegungsverhalten von Menschen.

Beispiele:

Stadt- Transport- und Infrastrukturplanung: Für Städte oder Verkehrsbetriebe ist es interessant zu wissen, wo sich Menschen bewegen und aufhalten. Die Daten helfen bspw. beim Straßenbau oder bei der Optimierung von Fahrplänen und Verbindungen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs.

Umweltschutz: Mithilfe von Mobilitätsdaten kann die Luftqualität in Städten gemessen werden. Auf Basis der Informationen können Städte dann entsprechende Maßnahmen gegen Emissionen einleiten. Ob diese Art der Messung herkömmlichen Messmethoden überlegen ist, erforscht Telefónica Deutschland aktuell gemeinsam mit Partnern in einem Pilotprojekt in Nürnberg.

Einzelhandel: Durch die Analyse von Bewegungsdaten erfährt der Einzelhandel, wann potenziellen Kundengruppen die Geschäfte passieren und kann so Öffnungszeiten und Standorte den Bedürfnissen der Konsumenten anpassen.

Neben Produkten wie „Mobility Insights“, die anonymisierte Daten verwenden, gibt es auch Produkte auf Basis personenbezogener Daten:

Ein Beispiel für ein bereits existierendes Produkt ist „o2 More Local“. Hier werden Standortdaten und soziodemographische Daten genutzt, um Kunden passgenaue Angebote von Partnern zu übermitteln. Der Service verwendet dafür z.B. Alter, Geschlecht und Standort. Der Kunde kann „o2 More Local“ jederzeit buchen oder auch wieder kündigen, wobei auf die transparente Information des Kunden und die vorherige, ausdrückliche Einwilligung geachtet wird.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

„Mobility Insights“ / DAP: Es erfolgt keine Verlängerung der Speicherdauer der personenbezogenen Daten aufgrund der Anonymisierung. Alle personenbezogenen Daten haben also weiterhin die gesetzeskonforme Speicherdauer.

„o2 More Local“: Standortdaten werden nur acht Stunden gespeichert und danach innerhalb des Systems automatisch überschrieben.

Werden Rohdaten auch an Dritte verkauft?

Nein. Die zugrundeliegenden Daten verlassen unser Haus nicht. Es werden lediglich aggregierte, anonymisierte Erkenntnisse den ausgewählten Partnern zur Verfügung gestellt.

Was hat der Kunde davon?

Die Erkenntnisse, die wir aus den Daten gewinnen, kommen unseren Kunden direkt zugute:

  • Individuell, indem wir unsere Produkte und Services speziell auf ihre Bedürfnisse ausrichten und neue, bessere Services anbieten können.
  • Aber auch gesellschaftlich und wirtschaftlich, denn aus den Daten ergeben sich viele neue Ideen und Lösungen für alle Bereiche unseres Lebens – von Mobilität und Gesundheit über den privaten Konsum bis zur öffentlichen Verwaltung. So schaffen wir Mehrwert für unsere Kunden.
Wie schützen Sie die Daten Ihrer Kunden – auch vor Kriminellen?

Telefónica Deutschland nimmt den Schutz der Kundendaten ernst. Basierend auf den deutschen und europäischen Datenschutzgesetzen hat Telefónica Deutschland Datenschutz- und Informationssicherheitsmaßnahmen implementiert, um einen umfassenden Schutz der Privatsphäre der Kunden sicherzustellen. Wir geben darüber hinaus personenbezogene Daten nicht an Dritte weiter. Ausnahmen machen wir nur, wenn die Kunden ihr Einverständnis dazu gegeben haben oder wir gesetzlich dazu verpflichtet sind.

Mit Schulungen bringen wir unsere Mitarbeiter regelmäßig auf den neuesten Stand. Wir verpflichten sie außerdem, das Datengeheimnis sowie das Fernmeldegeheimnis einzuhalten. Unsere Beschäftigten tragen für die ihnen anvertrauten Daten persönliche Verantwortung.

Speziell bei der Auswertung von Informationen für statistische Analysen verwenden wir ausschließlich anonymisierte und aggregierte Daten. Dafür hat Telefónica Deutschland ein eigenes Anonymisierungsverfahren entwickelt Es sind keine Rückschlüsse auf persönliche Informationen möglich – auch nicht für Telefónica Deutschland Mitarbeiter. Auch Dritte können selbst bei Kombination sämtlicher Datensätze innerhalb eines Bereiches keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen ziehen. Zudem sind die Daten auf verschiedene, organisatorisch unabhängige Hochsicherheitsrechenzentren verteilt. Das Anonymisierungsverfahren wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesdatenschutzbehörde entwickelt.

Muss der Kunde der anonymen Datenverarbeitung aktiv zustimmen? Oder ist er automatisch mit dabei?

Das Anonymisierungsverfahren wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesdatenschutzbehörde entwickelt und stellt sicher, dass zunächst eine wirksame, faktische Anonymisierung der Daten stattfindet. Da es sich um eine rein anonyme Datennutzung handelt, ist die Zuführung eines Teilausschnitts der Daten (Standort, Alter, Geschlecht) zur Anonymisierungsplattform und die darauf aufbauende Erstellung von statistischen Analysen nicht zustimmungspflichtig.

Rechtliche Grundlage ist die Gewährleistung einer faktischen Anonymität der Daten gemäß §3 Abs. 6 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

Telefónica Deutschland lässt seinen Kunden aber die Wahl: sie könnender Zuführung ihrer eigenen Daten in den anonymisierten Datenpool jederzeit widersprechen. Dies können sie auf einer frei zugänglichen Website ohne gesonderte Zugangsdaten tun, so dass sichergestellt ist, dass alle Kunden einfachen Zugriff darauf haben. Dieses Verfahren ist Teil des Versprechens, dass die Hoheit über die Daten beim Kunden liegt.